12.04.2018 von Gorelik, Lena in das Neueste zuerst

Wolfgang Herrndorf: Arbeit und Struktur


© Charlotte Troll


Es gibt diesen Wahn, Lesewahn. Nichts zählt, die Müdigkeit nicht, die Uhrzeit, der Ort, die Sorgen und Nöte. Würde man angesprochen, würde das Leben einen berühren, ist da Erstaunen mit offenem Mund: Es gibt eine Welt außerhalb dieses Buches? Ich liege auf dem Bett eines Provinzhotels einer deutschen Provinz, deren Name keine Bedeutung hat, weil nichts eine Bedeutung hat außer den Worten, die sich zu Sätzen, Absätzen, Gedanken, Seiten, Gefühlen und einer Angst formen: Das Buch könnte ausgelesen sein. Wolfgang Herrndorfs «Arbeit und Struktur», das Zeugnis des Todes, seine Gemeinheit in Klarheiten gefasst. Morgens stehe ich auf, taumelnd, beginne das Buch von vorn.


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