05.11.2018 von Adler, Katharina in Solitär

Katharina Adler: November Flavors


© Christoph Adler


Ein paar Tage ist es her, da lud eine meiner amerikanischen Verwandten auf ihrem Instagram-Account ein Foto einer Halloween-Süßigkeitenpackung hoch. Die Candy-Tüte ist orange, der Saison entsprechend, eine schwarze Katze, Spinnweben und düster dreinschauende Gespenster hat sie als Aufdruck. So weit, so üblich. Doch die Aufschriften sind es nicht: Remember to vote, worms steht da auf der Vorderseite anstelle eines Markennamens. Darunter: Oh God, please vote, our democracy is dying. Und in Sprechblasen neben den Halloween-Geistern: Now even candy is political. 
Auf der Rückseite geht es weiter: Save our democracy in five juicy flavors! Es folgt eine Liste mit Geschmacksrichtungen. Kirsche: Due process cherry. Zitrone-Limette: Rule of law lemon lime. Traube: Separation of church and grape. Heidelbeere: Give me liberty or give me blueberry. Mango: Our political system is backsliding into authoritarianism mango. 


Midterm elections. Ein Wahltermin, der mir, die ich das Recht habe, in den USA meine Stimme abzugeben, bisher nur vage etwas sagte. Auf die Idee, mein Wahlrecht überhaupt in Anspruch zu nehmen, kam ich am Ende der Bush-Ära. Ich googelte mich durch Regularien, um mich als Overseas Voter, die noch nie in den USA gelebt hat, registrieren zu lassen. Das war relativ aufwändig. Ich füllte ein Online-Formular aus, dann wiederum wurde mir eine Postkarte zugeschickt, die ich retournieren musste, um dann Wahlpapiere im Stadtplan-Format zugeschickt zu bekommen. Die Bush-Ära, ich war es leid. Wenn ich die Möglichkeit schon hatte, wollte ich über die folgende Präsidentschaft der USA mitbestimmen. Einer Freundin, die, wie ich, sowohl die deutsche als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, schlug ich mit einer gewissen Inständigkeit vor, es mir gleichzutun. 
Trotz aller Dringlichkeit, die mich bei den Präsidentschaftswahlen leitete, kam es mir nie in den Sinn, zwei Jahre später auch an den Zwischenwahlen teilzunehmen. Da man sich immer wieder aufs Neue registrieren muss, um wählen zu dürfen, war es mir schlicht zu viel, und eigentlich interessierte es mich dann doch zu wenig, wer nun in den United States Congress sollte. 
Als ich das erste Mal die riesigen amerikanischen Wahlscheine auf Englisch, Spanisch und Chinesisch in Händen hielt, fand ich das einerseits unglaublich gut. Ein Land, das beim Wählen nicht auf der Landessprache bestand. Doch gleichzeitig beschlich mich während des Ausfüllens auch ein beklemmendes Gefühl. 


Neulich rief die New York Times ihre Leser aus Deutschland dazu auf, der Redaktion zu schreiben, was es für sie heute bedeute, deutsch zu sein. Das war kurz nachdem der Aufmarsch Rechtsradikaler in Chemnitz als Schlagzeile auf der Startseite der Zeitung gestanden hatte. Ich saß im Zug, hatte Zeit und dachte, vielleicht sollte ich, gerade jetzt, da rechte Nationalisten das Deutschsein wieder vehement für sich in Anspruch nehmen, auch einmal aufschreiben, was es für mich bedeutet. Ich öffnete ein Dokument, überlegte, aber nur Klischees kamen mir in den Sinn. Pünktlichkeit: Schätze ich, aber nur, weil meine deutsche Mutter bereits ihr Leben lang so notorisch unpünktlich ist, dass es sich für mich hierbei wohl eher um Rebellion, als um eine allgemeinere Tugend handelt. Ordnung: Schon als Kind liebte ich den Spruch von Garfield: «Ordnung ist das halbe Leben, ich lebe in der anderen Hälfte.» Garfield und ich sind sich immer noch ziemlich einig. Dirndl: Neulich auf dem Oktoberfest war ich nahezu die einzige, die keines trug und wurde dafür zurechtgewiesen. «Wenn du hässlich wärst, würde ich es verstehen», wurde mir gesagt. «Oder eine Lesbe.» Ich war in einem der Bierzelte und habe meinem Nebensteher, den ich nicht kannte, entgegnet: «Jetzt stehen wir noch keine fünf Minuten nebeneinander, und schon muss ich dich einen Sexisten nennen.» Da hat er genickt, gesagt, darüber müsse er nachdenken, und dann haben wir beide in unsere Maßkrüge geschaut, er in Lederhosen, ich in Jeans und Turnschuhen. 


Ich bin in München geboren, abgesehen von dem einen Dirndl, das ich als Mädchen bekommen hatte, habe ich nie wieder eines getragen und werde es auch jetzt nicht tun, bloß weil es in Mode ist. Und viel essenzieller als die Trachtenfrage ist natürlich Bier. Trinke ich gern. Wenn man mir aber heute sagen würde, ich dürfte nie wieder in meinem Leben eines anrühren, wäre meine Identität davon wenig betroffen. Ich könnte problemlos auf andere Sorten Alkohol, die nicht in Deutschland heimisch sind, umsteigen.
Mit diesen klischierten Schlagworten kam ich nicht weiter. Ich fand es frappierend, wie schwer es mir fiel, Aussagen über mein Deutschsein zu treffen. Da war eine Blockade, sicherlich unter anderem historisch bedingt. Ich finde es gar nicht schlecht, in dieser Hinsicht noch immer vorsichtig zu sein. Aber vielleicht tue ich mich auch deshalb schwer, weil mir solche Einteilungen schon immer missfallen haben. 
«The Krauts are here», so begrüßte meine Tante uns immer, wenn wir sie in Kalifornien besuchten. Schon als Zehnjährige empfand ich das als beleidigend. Ich sage doch auch nicht, wenn sie zu uns nach Süddeutschland kommen: «Endlich sind die Burger da», dachte ich damals. 
Nachdem ich eine Weile auf das leere Dokument gestarrt hatte, fiel mir auf, wenn die New York Times gefragt hätte, was es für mich bedeute, europäisch zu sein, wäre es mir womöglich leichter gefallen, darüber zu schreiben. 
Meine beiden Staatsbürgerschaften sind ein Zufall. Zwei Menschen mit unterschiedlichen Nationalitäten haben sich kennengelernt, eine Tochter bekommen und gewisse Rechtsprechungen der jeweiligen Länder haben diesem Mädchen zwei Staatsbürgerschaften zugestanden. Meine Urgroßmutter war irgendwann staatenlos, mein Großvater tauschte den österreichischen Pass, der im deutschen Reich seine Gültigkeit verloren hatte, gegen einen amerikanischen, nachdem er in die USA emigriert war. All das ist die Vorgeschichte meines zufälligen Status als deutsche Staatsbürgerin und American Citizen. 
Bevor ich meine Wahlpapiere 2008 ausfüllte, überlegte ich noch einmal, ob es wirklich in Ordnung sei, in einem Land zu wählen, in dem ich zwar einige Zeit verbracht und Verwandtschaft hatte, ein Land, mit dem ich mich beschäftigte, dessen Zeitungen ich las, in dem ich jedoch nie gelebt hatte. Aber was Bush, der Jüngere, damals aufführte, die Lügen, um längst avisierte Kriege zu forcieren, das ging auch mich etwas an. Ich besaß ein Privileg, und ich empfand eine Verpflichtung, es zu nutzen. Gerne hätte ich im November 2008 für eine Frau gestimmt, aber ich war dann doch froh, als es anders kam. Die Vorstellung der Präsidentschaftsabfolge Bush – Clinton – Bush – Clinton, Vater – Sohn, Ehemann – Ehefrau kam mir nepotistisch vor. Sie spiegelte auch das beklemmende Gefühl wider, das ich beim Ausfüllen des Wahlzettels empfunden hatte. Bei jedem Amt, das zur Wahl stand, konnte ich mich stets nur zwischen zwei Kandidaten, einem Republikaner und einem Demokraten, entscheiden. Für die US-Präsidentschaft war noch Jill Stein von der Green Party gelistet, ich glaube auch Ross Perot. Das waren jedoch keine ernstzunehmenden Optionen. Neu war mir das Zwei-Parteien-System der USA natürlich vor zehn Jahren nicht. Doch wirklich vor die Wahl gestellt, beschlich mich ernsthaft die Frage: Ein Land, in dem lediglich zwei Parteien Chancen auf einen Sieg haben und sich beim Regieren im besten Falle abwechseln, war das wirklich ein solides System für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts? 


Bush – Clinton – Bush – Obama … Am Morgen des 9. November 2016 habe ich geweint. Ich habe geheult, wie nie zuvor wegen einer Wahl. Ich rief die Freundin an, die ich vor Jahren gebeten hatte, sich als Overseas Voter zu registrieren. Sie versuchte mich zu beruhigen, das sei nun eine Realsatire, da müsse man durch. Diese Freundin hatte vielleicht mehr Abstand. Denn sie hatte damals herausgefunden, dass sie kein Wahlrecht in den USA hat. Unsere Voraussetzungen unterschieden sich allein darin, dass sie sich in einem anderen Bundesstaat registrieren lassen musste. Meine Freundin vermutete, dass die Entscheidung, ihr die Wahlberechtigung zu verweigern, höchstwahrscheinlich aus folgendem Grund getroffen worden war: Statistisch wählen Overseas Voter mehrheitlich die Demokraten. Sie mutmaßte, dass es diese Wählergruppe im Bundesstaat Florida, welcher nun schon fast ein Jahrzehnt republikanisch regiert wurde (u.a. 1999–2007 von Jeb Bush, dem Bruder des US-Präsidenten), kleinzuhalten galt. Damals klang das etwas seltsam für mich. Von solchen Taktiken hatte ich noch nicht gehört. Doch gerade in den letzten zwei Jahren werden immer mehr Strategien öffentlich, mit deren Hilfe in einzelnen Bundesstaaten Wahlen entschieden werden sollen. Der Begriff Gerrymandering macht die Runde, die Praxis der jeweils regierenden Partei, Wahlkreisgrenzen neu auszuzeichnen und so zu manipulieren, dass der eigene Kandidat seine Erfolgsaussichten maximieren kann. Gerrymandering wird sowohl von Republikanern als auch von Demokraten betrieben. 
Bei unserem Telefonat nach der Wahl Donald Trumps konnte mich meine Freundin nicht beruhigen. Ich empfand das Wahlergebnis als einen Ausdruck von Misogynie und Rassismus. Es war eine Wahl, in der die mächtigste Präsidentschaft dieses Planeten zum ersten Mal an eine Frau, die eigentlich mehrheitlich gewählt worden war, hätte gehen können. Ja, an Hillary Clinton. Die Nepotismus-Skepsis, sie war nicht ganz weg, aber nun erschien sie mir vernachlässigbar. Der 9. November ist ohnehin ein trüber Tag für mich in Deutschland. Bis zum 9. November 2016 hatte ich aber immer eine Hintertür gesehen. Sollte es wieder einmal hier so kommen wie in den 1930er Jahren, dann wäre ich sofort bereit, in die USA auszureisen und mir dort eine Existenz aufzubauen. Diese Option verblasst seit zwei Jahren, und das in einer Zeit, in der auch hier, in Deutschland, etwas Beunruhigendes wieder aufflammt, und nicht nur hier: Polen, Ungarn, Österreich, Italien, Schweden, die Philippinen, Brasilien. Das ist «nur» eine Auswahl. 


Ich kenne Trump-Sympathisanten. Menschen, die ich schätze und deren Meinung ich sogar jetzt noch in vielen anderen Belangen für bedenkenswert halte. Verfechter von Frauenrechten, die Trumps sexuelle Belästigungen und Herabwürdigungen von Frauen hinnehmen, weil das Internet ihnen sagt, Trump würde im Hintergrund dem Deep State ein Ende bereiten, der von den Demokraten kontrolliert wird, die zudem sehr wahrscheinlich einen internationalen Kinderporno-Ring betreiben. Pazifisten, denen das Internet erzählt, Trump würde Frieden bringen, könne das aber alles nur indirekt kommunizieren, weil er sonst in Lebensgefahr gerate. Personen, die jedem hilflosen Kind sofort Schutz bieten würden, aber wegsehen können, wenn an der Grenze der USA Kleinkinder von ihren Eltern getrennt und interniert werden. Alles Gute, das Trump tut, davon sind sie felsenfest überzeugt, ist in den Medien unsichtbar, nur bestimmte Webseiten wissen es besser: dass das, was Trump nach außen hin tut, nur grausam und wahnsinnig wirkt, es aber in Wirklichkeit nicht ist. Und diese perfiden Webseiten halten ihre Leserinnen und Leser bei der Stange: Habt Geduld! Ihr werdet schon noch sehen, unter Trump wird es eine schöne Welt. Und so ist das Unsichtbare auf jeden Fall immer höher zu bewerten und positiver als das schwer Erträgliche, das sichtbar ist.  
Die Trump-Sympathisanten, die ich kenne, hätten für Bernie Sanders gestimmt. Hauptsache keiner aus der Bush- oder Clinton-Familie, ein Parteiloser, aber auch ein Mann, in mehr als bestem Alter und weiß, wie die meisten US-Präsidenten immer schon. 
Was sagen diese Sympathisanten zu den Rohrbomben, die gerade verschickt wurden? Zu dem Massaker eines antisemitischen Verschwörungstheoretikers in einer Synagoge in Pittsburgh? Sehr wahrscheinlich werden sie mir mit einer weiteren False flag-Operation kommen. Die Toten: von der Gegenseite erfunden; die Rohrbomben: auch von denen verschickt. Die False flag-Theorie wurde im Fall der Rohrbomben sogar auf Fox News als Möglichkeit diskutiert, bevor die Polizei einen Trump-Anhänger aus der Nähe von Miami festnahm. 
Wir, die Trump-Sympathisanten und ich, bezichtigen uns gegenseitig, Lügen aufzusitzen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass der Riss zwischen unseren Realitäten sich nach dem 11. September 2001 auftat, es hatte mit der Verbreitung des World Wide Web zu tun, aber womöglich auch damit, dass die Bush-Administration die 9/11-Terrorakte durch die bewusste Verbreitung von Unwahrheiten für ihre Zwecke instrumentalisierte – innerhalb der USA und außerhalb. 


Save our democracy in five juicy flavors. Die Amerikanerin in mir mag die Idee, auf diese Weise Halloween mit Politik zu verbinden. Die Deutsche in mir hält es für trivial, was sollen ein paar Bonbons mit Aufschrift bewirken? Wird deshalb eine Person mehr wählen gehen? Die Autorin in mir staunt derweil darüber, wie ein Satz – Winter is coming – aus einer Fantasy-Fernsehserie, nun in abgeänderter Form – November is coming – zum Drohruf all jener werden konnte, die bei den Midterms ihre Stimme für die Demokraten abgeben werden. Die Deutsche in mir findet es beunruhigend, wie sehr die Entertainment- und die Medienindustrie Politik und politischen Aktivismus in den USA durchdringen, auf beiden Seiten. 
Die Amerikanerin und die Deutsche in mir, sie streiten häufig, zuweilen sogar heftig, miteinander, aber sie inspirieren sich auch und, noch wichtiger, sie relativieren ihre jeweils kulturell determinierten Positionen. Sie freuen sich auch über andere Gesellschaft: über die Leserin in mir, die Radlerin, die In-die-Luft-Guckerin, die Grantlerin, die Teetrinkerin ... ja auch über die Zornige, die es einfach nicht fassen kann, dass wir hier gerade um Demokratie zittern müssen, dass Nationalismus weltweit wieder derart viel Aufwind hat. Nicht nur, weil es ausgrenzend und falsch ist, sondern auch deshalb, weil auf die Menschheit Probleme zukommen, die sich um Staatsangehörigkeiten und Ländergrenzen nicht scheren werden. Laut der letzten Berichte von Klimaforschern haben wir ungefähr zehn Jahre, um die Überhitzung des Planeten zumindest einzuhegen. Nationalisten hängen Ideologien an, die bereits zu Weltkatastrophen geführt haben. Sie werben wieder mit alten vermeintlichen Lösungen, sie blasen Probleme auf und verkennen, was eigentlich am Dringlichsten ist. Damit verschwenden sie Zeit. Zeit, die wir darauf verwenden müssten, um Maßnahmen zu ergreifen und Kooperationen aufzubauen, die das Überleben der Menschheit sichern könnten. 
Da schreitet die Optimistin ein! Sie kann sich gut vorstellen, dass wir es mit dem letzten Aufbäumen der Vertreter eines veralteten Weltbilds zu tun haben: die Zukunft steht in den Startlöchern. Gerade in den USA ist es zu sehen. In der Politik engagieren sich plötzlich Menschen, die nicht alt, nicht weiß und keine heterosexuellen Männer sind. Sie stehen für einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel, und sie haben Chancen, gewählt zu werden. Chancen, mag sein, aber damit sind sie noch nicht im Amt, merkt die Ängstliche in mir an. Und was, wenn der Enthusiasmus nicht anhält, wenn es beim ersten Anlauf nicht klappt? Und was, wenn diese Opposition fortan von der Regierung einer vom Patriotismus besessenen Nation als unamerikanisch gebrandmarkt und dann systematisch ausgegrenzt und stigmatisiert wird? 
Darauf weiß erst mal niemand etwas zu sagen, nur die Pragmatikerin meldet sich nach längerem bedrückten Schweigen zu Wort: Ich habe mich dieses Jahr zum ersten Mal für die midterm elections registrieren lassen, meinen Wahlzettel fristgerecht ausgefüllt und abgeschickt. Ich gehe davon aus, dass ich kein Einzelfall bin. Und während ich auf die Wahlergebnisse am 6. November warte, sagt die Pragmatikerin, überlege ich mir noch ein paar Candy-Geschmacksrichtungen. 
Himbeere: Finally a woman for President 2020 (Kamala Harris, zum Beispiel). 
Pfefferminz: The planet doesn’t care about nations. 
Sauerkraut: The Krauts are human beings, so are the Americans, the Mexicans, the Syrians, the Nigerians … diese Liste endet erst, wenn alle menschlichen Bewohner dieser Erde genannt sind. 
Sauerkraut-Bonbons? Auch die Pragmatikerin ist bereit, Neues zu probieren. Denn sich nur auf altbekannte Geschmacksrichtungen zurückzuziehen, wird auch für die Gegner eines jeden Nationalismus zukünftig nicht funktionieren. 
Jetzt ist aber gut, ruft nun eine ganze Schar in mir. Wollen wir uns nicht lieber überlegen, wie wir uns in der Nacht vom 6. auf den 7. November betrinken? Entweder aus Erleichterung oder aus Furcht? Etwas Wirkungsvolleres als Candy wird jedenfalls von Nöten sein, denn diese Midterms werden ein Vorgeschmack, auf das, was noch kommen kann. Nicht nur für die Amerikaner, für uns alle. 


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