Liedgut

GEORG KLEIN:
«Bei dieser Rubrik handelt sich keineswegs um die Besprechung irgendwelcher Lieblingslieder. Gelegentlich wird sogar aus Texten zitiert werden, die ich als Ganzes für töricht, ärgerlich oder für ziemlich schlimm halte. Die Aufmerksamkeit gilt jeweils bloß einer Zeile, einem Vers manchmal nur zwei, drei Wörtern, die in meinem Gedächtnis haften geblieben sind, weil sie an etwas rührten, was ein erneutes Nachfühlen und Nachdenken lohnt.
Allen, die auf diesem Weg Lust bekommen haben, das ganze Lied zu hören, gibt ein Link am Ende jedes Beitrags Gelegenheit hierzu.»

Aktuelle Beiträge

/von Harald Krämer

Der Tod ist auch nur eine arme Sau
Tobias Geigenmüller

«Es ist ein echter Knochenjob», seufzt der Sensenmann und schaut aus seinen leeren Augenhöhlen hinaus aufs weite Meer. «Die Zeiten werden wirklich immer schnellsterbiger ...»
Liedgut
/von Harald Krämer

Aus einem deutschen Lied geschnitten (9)
Georg Klein

Nicht mehr als ein, zwei haltlose Sekunden schwankt die Zeitgewissheit unseres Bewusstseins, wenn wir aus einem Traum erwachen, der in den Kulissen unseres einstigen Jungseins spielte ...
Liedgut
/von Harald Krämer

Aus einem deutschen Lied geschnitten (8)
Georg Klein

Wenn es einen Wettstreit zwischen den Künsten gibt, dann konkurrieren sie auch darin, den Kuss in ein Bild zu bannen. Und ausgerechnet die jüngste scheint, allein schon durch die schiere Fülle der Exempel, die sie uns schenkt, unbestreitbar die Siegerin zu sein ...
Liedgut
/von Harald Krämer

Aus einem deutschen Lied geschnitten (7)
Georg Klein

Auftritt Sonne! Und es bleibt nicht bei Eins und Zwei. Auch nach dem Erklingen der restlichen Ziffern, nach Drei, Vier, Fünf, Sechs, Sieben, Acht und Neun, wird das Erscheinen unseres Zentralgestirns mit unverändert wuchtigem Ernst beschworen ...
Liedgut
/von Harald Krämer

Aus einem deutschen Lied geschnitten (6)
Georg Klein

Ein wunderlicher Ratschlag! Zumindest ein Rat, der sich, hört man ihn gesungen oder gesprochen, nicht von selbst versteht. Wenn ich, semantisch-pedantisch, die verwendeten Verben ins Auge fasse, scheint es auf eine hintersinnig zwiefache Weise um Besitz zu gehen ...
Liedgut
/von Harald Krämer

Aus einem deutschen Lied geschnitten (5)
Georg Klein

Nicht bloß der einzelne Mensch, sondern auch die Prothesen, die ihm die Kultur für seinen Körper baut, ziehen eine bogenförmige Bahn durch die Zeit: Sie gewinnen an Wichtigkeit, durchlaufen eine Hochphase ihrer Verbreitung, um irgendwann seltener, schließlich gar nicht mehr benutzt zu werden, weil sich die Gründe für ihren Gebrauch beseitigen ließen oder bessere Hilfsmittel an ihre Stelle treten ...
Liedgut
/von Harald Krämer

Aus einem deutschen Lied geschnitten (4)
Georg Klein

Ein halbes Leben ist es mittlerweile her, dass ich das erste Spiel der fraglichen Art kennenlernte. Vor mir und einem Freund stand ein Kästchen, mit dessen elektronischem Zutun wir ein virtuelles Tischtennismatch bestreiten konnten ...
Liedgut
/von Harald Krämer

Bob Dylan 75! Was John Lennon wohl dazu gesagt hätte?
Alan Posener

Ich weiß noch, wie ich das erste Mal «Slow Train Coming» hörte, im Sommer '79. Das war ein Erweckungserlebnis. Augenblicklich wurde ich Christ. Nun gut, nominell war und bin ich ja Christ, genauer: atheistischer Anglikaner jüdischer Abstammung ...
Liedgut
/von Harald Krämer

Aus einem deutschen Lied geschnitten (3)
Georg Klein

Geben wir es ruhig zu: Bei uns allen kommt es ab und an vor, dass wir uns in irgendeinem Lebenszusammenhang Untätigkeit vorwerfen. Das Ich gelobt Besserung. Ein Vorsatz, der ein überfälliges, ein allzu lang versäumtes Handeln anpeilt, wird gefasst ...
Liedgut
/von Harald Krämer

Aus einem deutschen Lied geschnitten ( 2 )
Georg Klein

Irgendwann muss das Missgeschick seinen Anfang genommen haben. Und liebend gern stelle ich mir vor, dass es eine lange, paradiesisch andersartige Vorzeit gegeben hat. Vielleicht dürfen noch heute Ethnologen in einem entlegenen Winkel ...
Liedgut
/von Harald Krämer

Aus einem deutschen Lied geschnitten (1)
Georg Klein

Das Ding spricht. Aber bis auf den heutigen Tag halten es die meisten von uns bloß für einen hübschen technischen Schnickschnack, sobald uns eine Maschine mit gesprochenem Wort zu Diensten ist ...
Liedgut